Heute wollen wir uns einem Thema widmen das zwar nicht wirklich in die Rubrick Fun & Witz reinpasst, aber dennoch recht interessant ist. Gerade wenn man selbst oder andere Famileinangehörige in ein Alter kommen, so muß man sich nach Möglichkeit noch zu Lebzeiten auch damit auseinandersetzten.

In den meisten Fällen findet am Heimatort des Verstorbenen eine übliche Trauerfeier statt. Nach der Trauerfeier gibt es die Einäscherung. Der Bestatter sendet die Verordnung an eine Seebestattungsreederei. Dort füllt er die Asche in eine Seebestattungsurne aus auflösbarem Material um. Für Angehörige ist die Teilnahme an einer Seebestattung freiwillig.

Nehmen sie nicht teil, so spricht man von einer stillen Bestattung. Bei einer stillen Seebestattung werden in der Regel mehrere Urnen bei einer Bestattungsfahrt dem Meer übergeben. Nehmen die Angehörigen teil, wird zumeist nur eine Urne mit auf See genommen, und Kapitän wie Besatzung nehmen die Bestattung meist in Uniform vor.

Nach einer kurzen Ansprache wird die Urne an Schnüren dem Meer übergeben. Da das Übergeben von Kränzen und Blumengebinden nicht erlaubt ist, werden meist einzelne Blumen oder Blütenblätter als letzter Gruß auf das Seegrab gestreut.

Ein nach speziellen Vorgaben vom Floristen gefertigter kleiner Kranz kann zur Markierung des Seegrabes verwendet werden, während das Schiff eine Ehrenrunde um das Seegrab fährt und sich dann mit drei Signaltönen von der Bestattungsposition verabschiedet.

Die Kosten einer Seebestattung beträgt ca 1000 Euro bis 2500 Euro. Allerdings wenn man die Kosten der Trauerfeier noch mit berechnet, kommt auf eine Kostenspanne von 1450 bis 4500 Euro. Bei einer Seebestattung ist ein großer Vorteil, dass man kein Grab gepflegt werden muss und außerdem solch eine Bestattung preiswerter ist, als eine Beisetzung auf den Friedhof, weil man hier keine Liegegebühren zahlen muss. Wer sich genaue mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei bestatter-dw viele Bestatter die sich damit auskennen.

Die Asche ist keimfrei und lagert sich als kleines Häufchen auf dem Sediment am Meeresboden ab. Falsch ist die Vorstellung, dass sich die Asche im Wasser komplett verteilt. Die Urne besteht aus vergänglichem Material und belastet die Umwelt nicht, sie löst sich jedoch erst im Verlaufe von Stunden auf, wenn sie mit der Asche bereits am Meeresgrund liegt.

Mit der Zeit decken Sande die Asche, so dass eine Grabstelle auf dem Meeresgrund entsteht. An Land werden Ressourcen geschont, da kein Landverbrauch in Form einer Liegestätte auf dem Friedhof entsteht.